Ernährungsberatung in der Zahnarztpraxis

Eine zahngesunde Ernährung ist neben der richtigen Mundhygienetechnik und regelmäßiger Fluoridanwendung ein wichtiger Punkt in der zahnmedizinischen Prophylaxe.

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Parodontitis und rauchen

Mit jeder Zigarette inhalieren Raucher mehr als 4800 chemische Verbindungen, die beispielsweise dazu führen, dass das Gewebe schlechter durchblutet wird. Das beeinträchtigt die Körpereigene Abwehr. Schon zehn Zigaretten am Tag reichen aus, um das Parodontitis Risiko stark zu erhöhen. Bei einem täglichen Konsum von 1,5 Packungen steigt die Gefahr sogar auf das Sechsfache. Egal ob Zigaretten, Zigarren oder Pfeife geraucht wird. Auch das Rauchen von Wasserpfeife schädigt den Zahnhalte-Apparat mindestens genauso.

Bei einem sofortigen Rauchstop verringert sich schon nach wenigen Wochen das Parodontitis Risiko. Erst Jahre nach der Entwöhnung ist das Risiko, an Parodontitis zu erkranken, so gering wie bei einem Nichtraucher.

Das Tückische an der Parodontitis beim Raucher ist, dass die Frühsymptome wie Zahnfleischbluten oder Entzündung so gut wie nicht auftreten. Aufgrund der verengten Gefäße. Deswegen wird die Parodontitis bei Rauchern immer erst zu spät entdeckt oder gar unterschätzt.

Auch auf die Behandlung an sich sprechen Raucher schlechter als Nichtraucher an. Die Wundheilung ist gestört und führt zu schlechteren Behandlungsergebnissen, vor allem weil das anhaltend angegriffene Immunsystem für einen aggressiv fortschreitenden Knochenabbau sorgt. Daher kann ein Verzicht auf Zigaretten oder Tabakwaren jeglicher Art dazu führen, dass sich der Krankheitsverlauf der Zahnbetterkrankung um deutlich verbessert. 

Kauaktive Nahrung für gesunde Zähne

Das ausgiebige kauen hat einen positiven Effekt für die Zahngesundheit.

Wenn man nach einem Zucker oder Säurehaltigen Essen seine Zähne schützen will aber keine Zahnbürste zur Hand hat, bietet es sich an zu einem Zuckerfreien Kaugummi zu greifen. Generell sollte man nach dem Konsum von Zucker und Säurehaltigen Lebensmitteln, also auch Getränke wie Limonaden und Fruchtsäfte, eine halbe Stunde mit dem Zähneputzen warten. Der Speichel braucht diese Zeit um die Säuren zu neutralisieren und die Mineralien die im Zahnschmelz enthalten sind diesem wieder zuzuführen und anzulagern. Gleichzeitig hat der Speichel auch eine antibakterielle Wirkung.

Für gesunde Zähne gilt es sich abwechslungsreich und gesund zu ernähren. Besonders sollte man auf gesunde Zwischenmahlzeiten achten! Also Äpfel, Birnen, Nüsse etc.

Versteckte Zucker und wie sie heißen

Zucker ist nicht gleich Zucker. Dieser wird in den Lebensmitteln oft auch anders gekennzeichnet.

 Maltose – lateinische Fachbezeichnung für Malzzucker, ein Abbauprodukt der Stärke

 Dextrose – gelöster Traubenzucker oder auch Glukose

 Maltodextrin – Gemisch verschiedener Glukose. Wasserlösliches Kohlenhydratgemisch

 Fruktose – im deutschen auch Fruchtzucker. Gehört als Monosaccharid (Einfachzucker)

                 zu den Kohlenhydraten

 Laktose – Milchzucker. Kommt hauptsächlich in Milch vor

 Zuckeralkohole – haben nichts mit Alkohol zu tun. Zuckerersatz wie Xylit oder Erythrit

Alles in Maßen, nicht in Massen

Natürlich darf man sich auch mal etwas gönnen. Schokolade, Chips und diverse Süße Getränke brauch man eben manchmal um sich selber eine Freude zu machen und es einem nach einem z. Bsp. stressigen Arbeitstag, etwas bessergeht.

Aber es muss darauf geachtet werden das es nicht allzu oft vorkommt und es vor allem im Rahmen bleibt. Dann lieber mal auf gesunde, süße Alternativen zurückgreifen wie Obst oder Gemüsesticks. Denn, die Dosis macht das Gift. Übermäßiger Konsum von Zucker und Kohlenhydraten kann zu Fettleibigkeit und Diabetes führen. Auch übermäßiger Alkoholgenuss kann zu Übergewicht führen.

Der Alkohol hemmt nämlich die Fettverbrennung und bei zu hohem Konsum kommt es zu Verfettung und Verhärtung der Leber.

Gesunder Darm, gesundes Zahnfleisch

Die Haut und die Schleimhäute zeigen uns wie es in unserem inneren aussieht. Sie sind quasi der Spiegel unseres Darms. Neigt man zu Pickeln und Akne möchte uns unser Körper etwas damit sagen und aufzeigen, dass mit ihm etwas nicht stimmt. In dem Fall hilft es sich selbst zu reflektieren und zu überlegen, wie ist die momentane Ernährungssituation. Esse ich viel Süßes? Trinke ich genug Wasser? Gebe ich meinem Körper wirklich alles was er braucht?

Auch ihr Darm wird es Ihnen danken. Denn unser Immunstem sitzt hauptsächlich im Darm. Und dafür sind auch die dort ansässigen Bakterien verantwortlich. Der Mensch besitzt zehn Mal mehr Bakterien als Körpereigenezellen. Sie produzieren die Signale für Hunger, Sättigung, Verdauung und regeln sogar unser Körpergewicht.

Je stärker die Bakteriengemeinschaft in unserem Darm ist, desto besser ist auch unser Immunsystem. In unserer heutigen Gesellschaft ist es leider immer noch ein Taubthema darüber zu sprechen.

Der Darm hat mit einer Größe von 400m² die größte Schleimhautoberfläche und steht über das Blut- und Lymphsystem in enger immunologischer Verbindung zu allen anderen Schleimhäuten. Demnach kommt dem Netzwerk Darm und Schleimhäute eine sehr wichtige Schlüsselrolle zu. So können nämlich bestimmte Nahrungsmittel und auch Stress die Symptome verschiedener Erkrankungen ankurbeln oder verstärken. Dies gilt auch für Allergien oder auch Neurodermitis.

Das Immunoglobulin A, das hauptsächlich und ständig in der Darmschleimhaut gebildet wird, wird anders, als andere Antikörper, mit der Hilfe von Plasmazellen auch an die Schleimhautoberflächen wie Mund, Nase und Bronchien transportiert um an diesen Stellen die Schleimhautschicht auszukleiden und eine Schutzbarriere gegen Krankheitserreger auf den Schleimhäuten zu bilden. Durch eine Ballaststoffreiche Ernährung kann der Darm auf eine natürliche Art aufgebaut werden.

 Und auch bei diesem Thema gilt, viel Wasser trinken!

 Merke also,

eine intakte Darmschleimhaut wirkt sich positiv und regulierend auf unsere Haut und Schleimhäute aus.

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